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Die Idee

In den Diakonissenschwesternschaften und Diakonischen Gemeinschaften haben sich Menschen zusammengeschlossen, die ihren Dienst als Auftrag Jesu Christi verstehen und ihn in verbindlicher Gemeinschaft erfüllen möchten. Sie engagieren sich unabhängig von ihrem Dienstvertrag ehrenamtlich in der Diakonie. In den Gemeinschaften bringen sie ihre Begabungen ein, erleben geistliche Begleitung, persönlichen Austausch und kollegiale Beratung.

Der Dienst geschieht u.a. in Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen, Berufsfachschulen, der Kinder- und Familienhilfe oder durch die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.

 

Die Mutterhäuser sind jeweils das Zentrum der Schwesternschaft und ein zentrale Ort für regelmäßige Begegnungen und den Austausch.

 

Aufgaben

 

Charakteristisch für die Mutterhäuser ist, dass ihr Aufgabenschwerpunkt auf sozialer Arbeit liegt und der christliche Glaube im Alltag seinen Platz hat. Die Einrichtungen mit ihren Mitarbeitenden sind vorwiegend für Menschen da, die Hilfe und Begleitung in besonderen Lebenssituationen benötigen. Darüber hinaus werden junge Menschen für diese Arbeit aus- und fortgebildet.

 

Quelle: Kaiserswerther Verbandes deutsche Diakonissen-Mutterhäuser e.V.: S. Esther Selle (Vorstandsvorsitzende)

 

Die Idee für Dessau

 

Als die Anhaltische Diakonissenanstalt 1894 in Dessau gegründet wurde, klaffte in Deutschland ein großer Spalt zwischen den gesellschaftlichen Schichten, zwischen „Oben" und „Unten". Etwa 10 Jahre, nachdem der „eiserne" Kanzler Otto von Bismarck in Deutschland eine Sozialgesetzgebung eingeführt hatte, wird in Dessau durch die Herzogin Antoinette und ihre Schwiegertochter Erbprinzessin Marie die Gründung einer Anhaltischen Diakonissenanstalt angeregt. Hintergrund für eine solche Anregung wird sicherlich gewesen sein, dass auch damals noch ein hohes Maß an Unterstützung gerade an in den Randbereichen des Lebens nötig war. Und vor dem Hintergrund ihrer christlichen Haltung haben sich die beiden Adeligen in den Dienst nehmen lassen und sich für die Einrichtung eines Diakonissenhauses als „Hilfeanstalt" eingesetzt.

Und dies wollen wir anlässlich unseres 120. Jubiläums feiern und dankbar dafür sein, dass sich seit nunmehr 120 Jahren Menschen in diesen Dienst nehmen lassen. Bereit sind, sich selber ein Stück zurückzunehmen und die eigene Kraft für andere einzusetzen - und darin dem Vorbild des Gründers unserer Kirchen Jesus Christus folgen.

Über viele Jahrzehnte waren dies in erster Linie Diakonissen, später kamen immer mehr „zivile" Mitarbeiter in unseren Einrichtungen dazu.

Dabei wirkte die Anhaltische Diakonissenanstalt durch die Jahrzehnte in den ganzen anhaltischen Raum hinein.