Hausspruch
der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau
Christus spricht:
Der Menschen Sohn ist nicht gekommen,
daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene
und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.
(Matthäus 20, 28)
Hinweise zu Entstehung und Gebrauch des Leitbildes:
Der ursprüngliche Langtext des Leitbildes wurde bis 1998 fertiggestellt und ist seither im Gebrauch. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurden der vorhandene Text bis zum April 2003 redaktionell überarbeitet sowie kurze einprägsame Leitsätze vorangestellt.
Der Text des Leitbildes, der von Anfang an in besonderer Weise auch das Diakonissenkrankenhaus im Blick hatte, wurde im Zuge der rechtlichen Verselbständigung bewusst für die Diakonissenkrankenhaus Dessau gGmbH übernommen, die die gewachsene Tradition aufnimmt und weiterentwickelt. Nach einer erneuten redaktionellen Überarbeitung stellt das Leitbild nun in besonderer Weise eine Brücke zwischen den selbstständigen Einrichtungen ADA und DKD gGmbH dar.
Leitbild der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau und der Diakonissenkrankenhaus Dessau gGmbH
Die Geschichte und Gegenwart unserer Einrichtungen werden geprägt von der Diakonie in Gemeinschaft.
Diakonie bedeutet, im Geist christlicher Nächstenliebe zu leben und zu arbeiten. So verstehen wir unseren Dienst.
Die von Gott geschenkte unverlierbare Würde jedes Menschen prägt unseren Umgang mit den uns Anvertrauten und untereinander.
Für unseren Dienst brauchen wir motivierte und kompetente Mitarbeiter, die sich mit den Einrichtungen identifizieren.
Wir wenden uns in unserem Dienst den Kranken, alten Menschen und Kindern zu.
Im Rahmen des Sozialsystems unseres Landes erfüllen ADA und DKD gGmbH ihre Versorgungsaufträge.
Als evangelische Einrichtungen sind wir Teil von Kirche und Diakonie.
Ausführliche Fassung
des Leitbildes der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau (ADA) und der Diakonissenkrankenhaus Dessau gGmbH (DKD)
Unsere Tradition
Die Geschichte und Gegenwart unserer Einrichtungen werden geprägt von der Diakonie in Gemeinschaft.
Die Anhaltische Diakonissenanstalt hat von ihrer Gründung her die Gestalt schwesternschaftlich getragener und verantworteter Diakonie.
Heute wird diese diakonische Arbeit von einer größer gewordenen Mitarbeiterschaft geleistet.
Die Anfänge der ADA liegen vor 1894 - dem Gründungsjahr (Verleihungsurkunde vom 21.02.1894). Bereits 1892 wurde von der Herzogin Antoinette und deren Schwiegertochter - der Erbprinzessin Marie - zusammen mit dem Generalsuperintendenten Teichmüller der Anstoß zum Erwerb eines Grundstückes und Bau eines Mutterhauses gegeben.
Mit diesen Bemühungen sollte ein Ort für weibliche Diakonie in der Evangelischen Landeskirche Anhalts - also das Arbeitsfeld für Diakonissen, die in einer Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft leben - geschaffen werden.
Ursprünglich wurden die Begriffe "Anhaltische Diakonissenanstalt" und "Diakonissenmutterhaus" (so noch in der Satzung von 1948) synonym gebraucht.
Im Vergleich mit anderen Mutterhäusern hatte die ADA immer eine kleine Schwesternschaft, die selbst in ihrer Blütezeit nicht über 100 Schwestern hinaus kam. Gegenwärtig bilden Diakonissen und Diakonische Schwestern die Schwesternschaft der Anstalt, von denen die meisten bereits seit längerem aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden sind.
Durch Mehrung der Arbeitsfelder und deren Vergrößerung wurden kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen.
Seit 2000 bildet die „Diakonische Mitarbeiterschaft" eine Brücke zwischen der Schwesternschaft und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie hat das Anliegen den Diakonischen Gedanken in der Arbeit zu stärken.
Unser Fundament
Diakonie bedeutet, im Geist christlicher Nächstenliebe zu leben und zu arbeiten. So verstehen wir unseren Dienst.
Die ADA und die DKD leben - wie alle Diakonie - vom Dienst des Diakons Jesus Christus her. Er hat die Entfremdung des Menschen von Gott, dem Mitmenschen und von mir selbst aufgehoben und so dem ganzen Menschen nach Leib, Seele und Geist durch sein versöhnendes Handeln geholfen. In seiner Art und in seinem Auftrag wollen die ADA und die DKD ganzheitlichen Dienst an Menschen zu deren Wohl und Heil tun.
Die ADA und die DKD sind - wie alle Diakonie - Lebens- und Wesensäußerung der Kirche. Die Zuwendung zu den Menschen in den Arbeitsfeldern der ADA und der DKD sind die Konsequenz des Evangeliums von der Menschenliebe Gottes.
In der Diakonie bezeugt die Kirche, dass sie "Kirche für andere" (Bonhoeffer) ist. Dies bezeugen auch die ADA und die DKD durch ihren Dienst. In diesem Sinne verstehen sich die ADA und die DKD als Einrichtungen der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Schon von ihrer Gründung her hat die ADA sich als auf dem Gebiet der Landeskirche zum Dienst gerufen verstanden.
Die Logos der ADA und der DKD haben in ihrem Zentrum das Kreuz Christi mit der gekreuzten Inschrift: "kyrios" (senkrecht) und "diakonos" (waagerecht). Das bedeutet, dass wir davon leben, dass Christus, der Herr, unser und aller Diener wurde.
Er behielt seinen Reichtum nicht für sich, sondern gab alles und schließlich sich selbst für alle Menschen hin, um Menschen zu Gott zurückzuführen. Als so mit Gott Versöhnte können, sollen und wollen wir uns anderen Menschen zuwenden und für sie dasein.
Diese Zuwendung gilt allen Menschen, "ohne Ansehen der Konfession" (so in der Satzung von 1948 und 1995).
Die täglichen Andachten, die sonntäglichen Gottesdienste, Bibelstunden, Rüstzeiten und Rüsttage und nicht zuletzt das gemeinsame Feiern von Festen weisen auf dieses Fundament hin.
Unser Verständnis vom Menschen
Die von Gott geschenkte unverlierbare Würde jedes Menschen prägt unseren Umgang mit den uns Anvertrauten und untereinander.
Jeder Mensch - also auch der Kranke, Betagte und das Kind - hat eine ihm von Gott verliehene unverlierbare Würde. Sie ist begründet in der Schöpfung Gottes, der den Menschen als sein Gegenüber (Ebenbild) geschaffen hat. Sie ist ferner begründet im erlösenden Handeln des Sohnes, Jesus Christus, der einfürallemal und für alle Menschen genug zu ihrem Heil getan hat.
Dieser so von Gott geliebte Mensch begegnet uns in denen, die den Dienst unseres Hauses in Anspruch nehmen. Vor Gott, der jedem Menschen diese Würde verleiht, sind wir für unsere Patientinnen und Patienten, Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sowie für die Auszubildenden und Kinder verantwortlich.
Solche Sicht des Menschen hat Konsequenzen für unseren Dienst. Nicht Kriterien wie Herkunft, Stand, Leistungsstärke oder Vermögen gelten, sondern die unverlierbare Würde eines jeden Menschen gilt! Diese Vorgabe des Evangeliums muss sich im Umgang miteinander und mit den uns Anvertrauten zeigen und als Wirklichkeit erweisen.
Ferner ergibt sich als Konsequenz aus dieser Vorgabe die Solidarität der so geschaffenen und darum von Gott gewollten und der so Erlösten und darum von Gott geliebten Menschen.
Die Würde des einzelnen Menschen zu beachten bedeutet somit, den ganzen Menschen in seinen körperlichen, seelischen, geistigen, religiösen und sozialen Bezügen zu sehen und bedürfnisgerecht zu betreuen.
Daraus ergeben sich für unseren Dienst ethische Kriterien wie:
- dem Leben zu dienen und die Würde des Menschen zu achten;
- kritisch gegenüber allem zu bleiben, was nicht im wohlverstandenem Interesse der uns Anvertrauten liegt und dies auch öffentlich zu vertreten;
- gemeinsam um eine umfassende und hohe Qualität unserer Dienst- Leistung bemüht zu sein
Dabei sollte unser Handeln den Hilfe Suchenden gegenüber auch präventiv und rehabilitativ ausgerichtet sein.
Weil das Sterben auch zum Leben gehört, wollen wir ein würdevolles Sterben und mit qualifizierter Begleitung ermöglichen.
So ist für das christliche Menschenbild ein großes Betätigungsfeld in allen Arbeitsbereichen der ADA und der DKD gegeben.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Für unseren Dienst brauchen wir motivierte und kompetente Mitarbeiter, die sich mit der Einrichtung identifizieren.
Der Dienst in den einzelnen Arbeitsfeldern der ADA und der DKD erfordert beherzte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die zu leistende Arbeit ist Dienst am Menschen, darum erfordert die Tätigkeit eine starke Motivation, um den diakonischen Auftrag an ihnen zu erfüllen.
Alle im Dienst der ADA und der DKD stehenden Frauen und Männer bilden eine Dienstgemeinschaft.
Der Dienst in den Arbeitsfeldern der ADA und der DKD braucht eine hoch qualifizierte Mitarbeiterschaft. Der heutige Stand der Medizin und Pflege, der Pädagogik, der Psychologie und des Managements erfordert hohe Fachkompetenz. Das Niveau der Arbeit ist nur durch zielgerichtete Fort- und Weiterbildung auch in der Freizeit zu halten und zu verbessern.
Dabei ist die Qualität der Arbeit keinesfalls nur eine Frage der Konkurrenz zu anderen Einrichtungen, sondern vor allem der Verantwortung den Menschen gegenüber, die sich der ADA und der DKD anvertrauen. Darum ist die Forderung nach hoher Qualifikation und Kompetenz unumgänglich.
Zum anderen ist die Forderung nach hoher Motivation unabdingbar. Die Zuwendung zum Menschen soll aus der Liebe kommen, die Jesus Christus uns vorgelebt hat und uns schenkt. Das ist der Grund dafür, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Kirche (ACK) angehören sollen.
Wer sich aus einem anderen Grund zum Dienst in der ADA oder in der DKD bereit findet, muss jedoch die christliche Grundlage der diakonischen Arbeit anerkennen. Es wird also Loyalität und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Glaubensfragen erwartet.
Ziel gemeinsamer Arbeit ist die Identifikation mit den Einrichtungen und ihrem Fundament.
Dabei wissen wir, dass eine gute und freundliche Betreuung der uns anvertrauten Menschen nur möglich ist, wenn sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Einrichtungen wohlfühlen. Die Dienstgeber sind sich also der Pflege der Dienstgemeinschaft und der Fürsorgepflicht für die Mitarbeiterschaft bewusst und dankbar über Anregungen und Befindlichkeiten von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Bildung und Arbeit diakonischer Gemeinschaften soll gefördert werden.
Schließlich: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind alle, die in einem Dienstverhältnis, das durch einen Dienstvertrag begründet wird, zur ADA oder zur DKD stehen. Dazu zählen auch die Auszubildenden, Zivildienstleistenden und jungen Frauen und Männer im Freiwilligen Sozialen Jahr.
Die Mitarbeiterschaft bildet zusammen mit den diakonischen Gemeinschaften, dem Vorstand bzw. der Geschäftsführung die Dienstgemeinschaft der ADA und der DKD. Um das Gelingen der Dienstgemeinschaft zu fördern, wirken Leitungen und Mitarbeitervertretungen vertrauensvoll zusammen.
Unsere Arbeitsfelder
Wir wenden uns in unserem Dienst den Kranken, alten Menschen und Kindern zu.
Die ADA ist eine evangelische Stiftung. Sie dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Zwecken.
Gegenwärtig betreibt die ADA folgende Arbeitsbereiche: 1 Altenpflegeheim und 3 Kindertagesstätten.
Die DKD ist eine gemeinnützige GmbH. Sie betreibt gegenwärtig 1 Krankenhaus mit einem angeschlossenen Medizinischen Leistungszentrum und 1 Ausbildungsstätte.
Dies bedeutet, dass sich der Dienst der Einrichtungen vor allem den Kranken, Betagten und Kindern zuwendet.
Diese Arbeitsgebiete sind im Laufe der Geschichte der Anstalt zugewachsen.
Ausbildung
Der Anfang der Arbeit galt der Ausbildung "geeigneter weiblicher Personen für die Pflege von Kranken und Armen in Gemeinden und Anstalten ohne Unterschied des Bekenntnisses". Über lange Zeit wurden die ausgebildeten und eingesegneten Schwestern in die Krankenhäuser, Heime und Gemeinden Anhalts gesandt. Die dahin entsandten Schwestern mussten der kleiner und älter gewordenen Schwesternschaft wegen zum Dienst in der Anstalt zurückgerufen werden.
Heute betreibt die DKD eine Krankenpflegehilfeschule, in der neben der Ausbildung gemäß dem Krankenpflegegesetz auch biblisch- diakonischer Unterricht erfolgt. Darüber hinaus stehen in allen Arbeitsgebieten Praktikumsplätze für Auszubildende bereit.
Kindergartenarbeit
1901 wurde die Arbeit an Kindern begonnen. Der Grund hierfür waren Straßenkinder, die im Heim Aufnahme fanden.
Heute betreibt die ADA eine Kindertagesstätte auf dem Gelände in Dessau und eine Kindertagesstätte in Ballenstedt sowie einen Hort an der Evangelischen Grundschule in Dessau.
Altenpflege
1905 entstand das Marienheim als Damenstift, das im Laufe der Zeit zu einem Alten- und Pflegeheim wurde. Heute wird in einem Neubau ein Altenpflegeheim mit angeschlossener Tagespflege geführt. Das Angebot wird durch Altengerechtes Servicewohnen ergänzt.
Krankenhaus
1916 erfolgte der erste Krankenhausbau mit ca. 30 Betten. Damit ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, Schwestern vor Ort selbst auszubilden und im eigenen Haus in Dienst zu nehmen. Alle Erweiterungen des Krankenhauses waren nötige und sinnvolle Schritte für einen Dienst in der Region.
Heute verfügt das Diakonissenkrankenhaus über vollstationäre Betten in den Kliniken für Chirurgie, Urologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Innere Medizin und Geriatrie sowie tagesklinische Plätze in der Geriatrie. Die Versorgung der Patienten wird durch Funktionsbereiche ergänzt.
Seit 2004 besteht am Diakonissenkrankenhaus zudem ein Medizinisches Leistungszentrum (MLZ), in dem vor allem niedergelassene Fachärzte ihre Patienten operativ behandeln können. Anschließend werden diese Patienten kurzstationär im Krankenhaus betreut.
Wirtschaft, Technik und Verwaltung
Diese notwendigen Aufgaben werden entweder durch eigene Mitarbeiter erfüllt oder an vertraglich gebundene Fremdfirmen vergeben.
Unsere sozialen Unternehmen
Im Rahmen des Sozialsystems unseres Landes erfüllen ADA und DKD gGmbH ihre Versorgungsaufträge.
Als evangelische Einrichtungen sind wir Teil von Kirche und Diakonie.
Die Anhaltische Diakonissenanstalt und die Diakonissenkrankenhaus Dessau gGmbH sind mit ihren Arbeitsfeldern Unternehmen, die durch gesetzliche Vorgaben und Pläne mit dem Land Sachsen- Anhalt und der Stadt Dessau verbunden sind. Sie erfüllen damit einen gesellschaftlichen Auftrag, sind aber auch von den ökonomischen und gesetzlichen Auflagen abhängig. Die ADA und die DKD befinden sich damit in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen mit gleichen Arbeitsfeldern in der Region.
Die ADA und die DKD sind wichtige Arbeitgeber in der Region, die aber wie jedes Unternehmen wirtschaftlichen und gesetzlichen Forderungen unterliegen.
Das Krankenhaus ist im Landeskrankenhausplan verankert und finanziert sich über Versorgungsverträge mit den Krankenkassen.
Das Altenpflegeheim ist im Bedarfsplan der Stadt Dessau enthalten und wird über die Pflegestufen nach Einstufung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen lt. Pflegeversicherungsgesetz finanziert.
Die Kindertagesstätten bestehen im Bedarfs- und Entwicklungsplan der Städte. Die Finanzierung erfolgt aus öffentlichen Mitteln und Elternbeiträgen.
Da in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Gelder die Zuwendungen nicht üppig fließen, sind die ADA und die DKD, wie jedes andere Unternehmen, zu ökonomischen Umgang mit dem Geld gezwungen.
Da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemäß den AVR (tariflich) bezahlt werden, sind der ökonomische Umgang mit Sachmitteln und ein effizienter Personaleinsatz notwendig.
Darüber hinaus sind wir als Christen auch zu einem ökologischen Umgang mit den Ressourcen der Erde verpflichtet, da wir Verantwortung für Gottes Schöpfung tragen und ihr Erhalt eine wesentliche Aufgabe unserer Zeit ist.
Die Marktsituation lässt uns immer wieder nach neuen Leistungsangeboten fragen, die für die Bevölkerung hilfreich und dienlich sind.
Die Wahrnehmung aller Aufgaben in den Arbeitsbereichen erfordert auch Engagement über die Einrichtung hinaus. Die Mitarbeit in Verbänden innerhalb und außerhalb der Kirche, in politischen Gremien und Vereinen ist unser Anliegen. In geeigneter Weise unterrichten wir die Öffentlichkeit über unsere Arbeit.
Die ADA und die DKD sind rechtlich selbstständige Einrichtungen.
Sie gehören dem Diakonischen Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e.V. (DW EKM) an.
Die ADA ist weiterhin Mitglied im Kaiserswerther Verband.
In dieser Gemeinschaft wollen sie ihren Dienst tun.
Die Zugehörigkeit zum Diakonischen Werk soll erkennbar machen, dass die ADA und die DKD mit ihrem Dienst unter demselben diakonischen Auftrag steht wie die diakonischen Aktivitäten der Gemeinden, der Kirchenkreise und anderer Einrichtungen. Zugleich soll so deutlich werden, dass sie sich mit den Trägern solcher Aktivitäten verbunden weiß. In der Gemeinschaft mit ihnen haben die ADA und die DKD die Freiheit, sich auf die ihr im Laufe der Geschichte zugewachsenen Arbeitsfelder zu beschränken. Sie steht so nicht unter dem Druck, für jede Not dazusein, weil eben andere anderes zu deren Abbau tun.
Die Zugehörigkeit zum DW EKM verdeutlicht aber auch, dass die ADA und die DKD angewiesen sind auf die Fachkompetenz, die dieses Werk bietet und zur Verfügung stellt.
Durch das DW EKM gehören die ADA und die DKD auch zum Diakonischen Werk der EKD und werden im Spitzenverband der Wohlfahrtsverbände vertreten.
1912 hat die ADA den Antrag auf Mitgliedschaft im Kaiserswerther Verband gestellt. Wegen des 1. Weltkrieges wurde diese aber erst 1917 realisiert. In diesem Verband sind Mutterhäuser zusammengeschlossen, die in der Grundordnung der Generalkonferenz des Verbandes vom 10.11.1953 erklärt haben, "einander in der Fürbitte zu tragen, Gemeinschaft miteinander zu pflegen durch Besuche, Konferenzen, Austausch von Veröffentlichungen und gegenseitiger Hilfeleistung."
Genau das haben Schwestern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der "DDR- Zeit" von den Mutterhäusern der alten Bundesländer in vielfacher Weise erfahren. Diese Verbundenheit der Häuser soll auch in Zukunft erhalten bleiben und gepflegt werden.
Leitbild ADA / DKD
Redaktionelle Überarbeitung August 2005
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